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Wichtig ist, dass Saatgut gut gelagert wird, trocken und frostfrei. Es sollte nur gesundes Saatgut wieder benutzt werden und natürlich muss es auch ausgereift sein. Das sollten Sie bei Gewinnung von Saatgut immer beherzigen.
Ein einfacher Tipp ist das Vorquellen oder Vorkeimen von Samen. Das ist gerade bei hartschaligen großen Samen hilfreich um Die Zeit der Keimung zu verkürzen.
Unterstützend bringt ein Einlegen in eine Lösung mit LignohumatTM eine weitere Verkürzung und Verbesserung der Menge der aufgehenden Samen und auch der Zeit des Saatauflaufs.
Für Problemsaatgut oder älteres Saatgut hilft ein Einlegen in einer Lösung mit Agrostimulin® bzw. Agrostimulin® + LignohumatTM. Bei Behandlungen mit Agrostimulin® kann selbst Petersilie nach einer Woche zum Keimen gebracht werden. Allerdings sollte das Saatgut im Schnitt 8 Stunden darin belassen werden, was nicht mit jedem Saatgut möglich ist.
Zwiebeln/Zwiebel- und Knollengewächse
Bekannte Hausmittel zur Vorbehandlung von Zwiebeln sind z.B. ein Tauchen in Holzkohlemehl. Dieses bietet jedoch nur bedingt Schutz und Unterstützung beim Anwachsen.
Ein vorheriges Tauchen in einer Lösung aus LignohumatTM oder das Einsprühen mit einer Lösung aus Humisol bzw. LignohumatTM (Holzaufschluß) bringen eine Ummantellung. Dieses wirkt unterstützend auf die Ausbildung einer gesunden Außenhaut und einer schnellen Wurzelausbildung.
Bei Knollengewächsen kann diese Behandlung ebenfalls durchgeführt werden. Eine Zugabe von Agrostimulin® in diese Lösung verkürzt den Zeitraum des Anwachsens und fördert die Gesundheit zusätzlich.
Stecklinge/Wurzelprobleme
Stecklinge sollten je nach Art immer aus entsprechend ausgereiftem Material geschnitten werden. Bei Gehölzen ist dies das einjährige Holz.
LignohumatTM unterstützt oder verstärkt die Wirkung vieler Bewurzelungsmittel. Allein eingesetzt führt es ebenso wie Humisol zu einer schnelleren Ausbildung von Feinwurzeln am Steckling. Stark verholzte Stecklinge sollten bis zu einem Tag darin verweilen.
Bei Problempflanzen, die auch mit Abfaulen von Wurzeln zu kämpfen haben, kann ein Beseitigen des faulen Wurzelwerks und nachheriges Einsprühen des verbliebenen Wurzelstocks mit Humisol + Agrostimulin® bzw. Agrostimulin® W zu einer Wiederherstellung der Wurzel führen (auch bei Orchideen, wie z. B. den Frauenschuh).
Zugaben von Homöopathie wie Biplantol® vital NT bzw. Biplantol® agrar zu diesen Kombinationen sichern eine noch komplexere Wirkung.
Daher geht eine natürliche Pilzbekämpfung immer einher mit einer Entsäuerung. Bei höher entwickelten Lebewesen bedeutet das eine überwiegend basische Ernährung. Diese ist aber auch nur gewährleistet, bezogen auf pflanzliche Nahrung, auf entsprechend versorgte Böden. Eine Pflanze oder Frucht, die allgemein als basisch gilt, kann auf einem sauren Boden kultiviert ebenso mehr Säure entwickeln.
Daher ist eine Einstellung des Bodens bzw. des Substrates immens wichtig. Möglich ist dies mit einer konsequent organischen Versorgung des Bodens und der Zulieferung von Naturmineralien. Beides zusammen führt zu einer guten lockeren Struktur und einem pH-Wert, der für das Pflanzenwachstum förderlich ist. Bei den meisten Böden in Europa ist dies ein Wert zwischen 5,8 bis 6,5. Auf sandigen Böden reicht teilweise auch ein niedrigerer Wert aus. Ab ca. dem pH-Wert von 5,8 treten Antagonisten der Schadpilze in Aktion und darüber hinaus werden Nährstoffe bei niedrigeren oder höheren pH-Werten für die Pflanze unverfügbar festgelegt.
Die kräftigende Wirkung humosen Bodens z.B. ist bekannt. In ihm enthalten sind Huminsäuren, Aminosäuren, Enzyme, Pflanzenhormonbestandteile Feinmineralien und anderes mehr. Somit hilft die Applikation mit Produkten, die diese Bestandteile enthalten, neben einer besseren Nährstoffaufnahme auch bei der Bekämpfung von Pilzkrankheiten entscheidend.
Herkömmliche Methoden zur pH-Wert-Regulierung, wie Kalken, führen meist nur zu kurzzeitigem Erfolg. Kalk stellt zwar einen höheren pH-Wert ein, zur Umsetzung des Kalks wird jedoch Humus verbraucht, der in den meisten Böden nicht ausreichend zur Verfügung steht. Darüber hinaus führt Kalk zur Verdichtung von Böden, wenn zu oft Kalkungsmaßnahmen durchgeführt werden. Dabei ist zu unterscheiden zwischen sinnvoller Erhaltungskalkung aller 3-4 Jahre und jährlichen Kalkungen, z.B. um Moos zu beseitigen (Was im übrigen keinen dauerhaftern Erfolg bringt!). Die meisten handelsüblichen Dünger sind auf mineralischer Basis und wirken somit meist gleichermaßen Humuszehrend.
Wie dem entgegen zu wirken ist, können Sie nachlesen unter Infos (Thematik mdr-Sendung "einfach genial").
Pilze können Sie neben der konsequenten Bodenverbesserung ebenso mit Gaben von Humin- und Fulvosäuren, wie Lignohumat™ (Sprühbehandlungen) entgegen wirken. Darüber hinaus sollten zusätzlich neben bewährten Hausmitteln zur Pilz-, Bakterien- und Virenbekämpfung auch Extrakte wie Lebermoser (auch für Tier und Mensch einsetzbar), Homöopathie wie Biplantol® mykos II oder mykos V forte, Natriumkarbonat (Mehltauschreck) o. ä. im Wechsel oder in Kombination zur Gesundung und Prävention eingesetzt werden. Auch Niem (Neem) ist ein gutes Mittel in dieser Richtung. Neben der bekannten Wirkung gegen Schädlinge wirken seine Bestandteile auch antibakteriell und gegen Viren. Nach Prof. Bergmann hilft z.B. auch Zink gegen Rostkrankheiten. In der Produktfamilie Biol®ife gibt es daher ein Produkt mit Zinkanteil zum präventiven Spritzen.
Immer sollte darauf geachtet werden nicht nur einseitig Pflanzen zu versorgen, sondern die Vielzahl der Komponenten im Boden mindestens mit der Ausbringung von zwei bis drei Produkten oder auch Hausmitteln (z.B. Kräuterextrakten) nachzuempfinden. Dabei kann in diesem Fall auch weniger an Konzentration vom Einzelprodukt ausgebracht werden, als normal üblich, was nebenbei noch zur Kostenersparnis führt. Wichtig ist bereits im Frühjahr mit diesen Maßnahmen zu beginnen - bei den meisten Pflanzen im sogenannten Mausohrstadium und nicht erst bei Befall.
Was wenigen bekannt sein dürfte ist, dass viele Nährstoffprobleme den Symptomen von Pilzkrankheiten ähnlich sind. Hervorgerufen werden diese Symptome oftmals durch zu wenig Sauerstoff im Boden, wie z.B. im Frühjahr bei Staunässe.
Im Vergleich zu herkömmlichen Spritzmitteln sind diese Mittel auf natürlicher bzw. biologischer Basis nicht kostenintensiver. Sie haben aber einen entscheidenden Vorteil - Karenzzeiten gibt es nicht. Sie können Ihre Früchte ohne Bedenken ernten und gleich verzehren.
All diese Mittel haben aber auch einen weiteren charmanten Vorteil: sie düngen, vitalisieren und/oder wirken noch gegen Schadinsekten oder Schnecken, wie z.B. Niem, oder ENVIR®epel (Knoblauchkonzentrat).
Versuchen Sie es einfach.
Schnecken können nur systematisch bekämpft werden. Wichtig ist hier auch wieder die Bodenstruktur. Auf einem lockeren durchlässigen Boden, der an der Oberfläche gut abtrocknet, fühlen sie sich nicht wohl.
Hier kann mit einer Bodenlockerung viel erreicht werden (siehe Infoseite mdr "einfach genial"). Wichtig für eine gute Struktur ist das Arbeiten mit Feinmineralien ebenso, wie mit organischem Material. Unsere Böden haben an der Oberfläche die Struktur verloren. An Stelle von Verrottungsprozessen laufen überwiegend Gärprozesse ab. Diese werden von den Schnecken geliebt.
Da die Umstellung des Bodens natürlich Zeit braucht, hier ein paar Mittel, um die Schneckenplage einzugrenzen. CACOA als Mulchmaterial eingesetzt, wehrt bei trockenen bzw. wechselhaften Witterungslagen die Schnecken auf Grund der für sie kratzigen Oberfläche ab. Darüber wird eine Duftbarriere für die umgebenen Pflanzen geschaffen. Bei ständiger Erneuerung des Mulches baut sich nach und nach eine luftige Oberfläche auf, die dazu führt, dass dort weniger Eier abgelegt werden.
Ein weiterer Naturrohstoff ist Niem (Neem). In Form von Presskuchen ausgestreut, vertreibt er ebenfalls Schnecken, selbst bei nassem Wetter. Außerdem hilft es gleichzeitig gegen Bodeninsekten und vitalisiert die Pflanzen.
Ein weiteres gutes Mittel ist ENVIRepel. Einmal mit dem Mittel eingesprühte Pflanzen sind in Form des Knoblauchduftes vor den Peinigern getarnt. Allerdings sollte das wiederholt getan werden und bei nassem Wetter erst recht. Keine Angst, der Knoblauchduft bleibt für uns nur kurzzeitig riechbar und die Früchte schmecken auch nicht danach . Schnecken und Insekten meiden solcherart behandelte Pflanzen und selbst Vögel lassen sich täuschen (z.B. bei Fruchtabreife von Kirschen gespritzt).
Niem (Neem) lässt sich gegen Insekten auch hervorragend in Form von Niemöl gespritzt ausbringen. Beachtenswert ist auch, dass es bei Mensch und Tier ebenso erfolgreich gegen Plagegeister, wie Mücken und Zecken, einsetzbar ist.
Etwas sanfter geht es mit der Homöopathie. Biplantol contra X2 oder im Profibereich Contra X2 forte vertreibt selbst hartnäckigste Schädlinge, wie z. B. die Wolllaus. Selbst in den Blüten sitzende Schädlinge können ohne Blütenverlust bekämpft werden (selbst bei Orchideen). Darüber hinaus stärkt das Mittel gleichzeitig die Pflanzen.
Auch ein hauchfeiner Sprühnebel mit naturalGreen (Calziumcarbonat ) vertreibt Schädlinge, neben der düngenden und kräftigenden Wirkung auf Pflanzen. Selbst Mehltau tritt bei solcherart Behandlung weniger auf.
Die meisten Mittel wirken nicht nur einseitig, sondern bringen meist noch mehr positive Wechselwirkungen mit. Das ist der große Unterschied zum chemischen Pflanzenschutz, der neben der bekämpfenden Wirkung leider auch Nebenwirkungen in Form von Rückständen und Stressfaktoren für die Pflanze und Ihre Umgebung mit sich bringt. Neben den aufgeführten Mitteln helfen meist auch Hausmittel. Wie jedoch schon an anderer Stelle erwähnt, sollte nie ein Mittel allein Anwendung finden, um auch hier komplex die Natur zu unterstützen.
Bodenverbesserung mit CACOA (Kakaoschalen), Zelikat® P und LignohumatTM
Die meisten Böden haben mit einer zunehmenden Versauerung zu kämpfen. Daraus ergibt sich in Folge eine Nährstofffestlegung und Verdichtung der Böden.
Unser Ansatz ist, mit dem mineralischen Material Zelikat® P den Boden wieder luftdurchlässiger und eine Anhebung des pH-Wertes (ohne Nährstoffentzug) zu bekommen.
Dabei brauchen wir die Mithilfe des Anwenders, wenn wir nicht selbst prüfen können.
Als erstes sollte eine Messung des pH-Wertes (Messbreite von pH-Wert 2-7) erfolgen. Das geht u. a. einfach mit pH-Messtreifen aus der Apotheke. Diese sollten, um keine Verklebungen am Streifen zu bekommen, in eine Lage eines Papiertaschentuches gewickelt und auf den feuchten Boden gedrückt werden(1,5 bis 2 Minuten). Das sollte einmal in ca. 2 cm Tiefe und einmal in Spatentiefe erfolgen. Damit ist ersichtlich ob der Wert in den verschiedenen Bodenschichten relativ einheitlich ist oder stark abweicht.
Die zweite Aussage brauchen wir zur Bodenverdichtung. Dazu wird mit einem Spaten ein Quadrat ausgehoben und langsam herausgekippt.
Normalerweise muss der Boden eine krümelige Struktur aufweisen, d.h. er muss in der Hand ohne Mühe zerbröselt werden können. Umso weiter an die Oberfläche diese Struktur reicht desto besser ist es.
Meist ist jedoch der Boden ziemlich kompakt und fest. Wichtiges Indiz ist, ob es in dem ausgehobenen Stück Regenwürmer gibt oder nicht. Bei sehr kalkhaltigen Böden sollte, da der Regenwurm da kaum vorhanden ist nach abgestorbenen Wurzeln bzw. daraus entstandenen Hohlräumen im Boden geschaut werden. Auch hier gilt: weniger Regenwürmer und Wurzelkanäle abgestorbener Wurzeln = fehlende Vitalität des Bodens.
Faustformel ist bei pH-Wert 5,5 und einer leichten Verdichtung werden 200 g/m2 Zelikat® P benötigt, die in die oberste Schicht des Bodens eingearbeitet werden sollten. Bei sehr hartem Boden mit hohem Ton- oder Lehmgehalt werden bis zu ca. 500 g/m2 notwendig. Das erfolgt aber entweder in Schritten oder einmalig alle 3 - 5 Jahre. Da oftmals damit Blockaden gelöst und Nährstoffe frei werden, empfiehlt sich das Abgießen der bearbeiteten Fläche mit LignohumatTM G oder einer Lösung aus LignohumatTM AM (größere Flächen ab 500 m2).
Im Nachhinein sollte dann im Jahr die Prozedur im Sprühverfahren 3 - 4 mal wiederholt werden. Erst nach Einarbeitung von Zelikat® P sollte CACOA ausgebracht werden. Einzige Ausnahme sind sandige Böden, die auch bei Verfestigung mehr an Kakaoschalen vertragen.
Dabei sollte CACOA zuerst, um einen Bodenverbund herzustellen, ausgestreut und leicht eingeharkt werden (40 l Sack 0 - 18 mm für 5 - 6 m2) danach kann abgestreut/gemulcht werden in 0,5 – 1 cm Stärke (40 l Sack für 3 - 4 m2), eine Untermischung von groben Material 17 - 25 mm verbessert den Effekt (auf zwei Sack 0 - 18 mm ein Sack 17 - 25 mm).
Die Kakaoschale schreckt frisch gestreut ca. 1 - 2 Monate Schnecken ab (ausgenommen „Leckerbissen“ wie z.B. Salat oder Dahlien – hier hilft der zusätzliche Einsatz von Niem-Peresskuchen). Allerdings gilt das nicht wenn es längere Zeit durchgängig feucht ist oder bei Dauerregen. Allerdings legen die Schnecken auf derart gemulchten Flächen weniger ihre Eier ab. Im Frühjahr hilft ein Nachstreuen damit schlüpfende Jungschnecken darauf verenden. Eine einmal gemulchte Fläche braucht zur Erhaltung natürlich bedeutend weniger Material.
Der Effekt der Schneckenabwehr kann mit Niempresskuchen der um die „schmackhaftesten“ Pflanzen gestreut wird erhöht werden. Das hält auch bei Regen etwas länger und hält zudem Schadinsekten, Nematoden u.ä. fern.
Dabei spielt zuerst die Saatgutbeize (Vorbehandlung des Ausgangsmaterials) eine wesentliche Rolle. Da meist Ausgangsmaterial zur Verfügung steht, das nicht 100% gesund ist, sollte von einem Tauchen abgesehen werden. Beim Tauchen oder Ein-weichen können trotz beigefügter Behandlungsmittel Keime oder Sporen sehr schnell übertragen werden. Hier ist eine Spritzbehandlung sinnvoll.
Je nach Witterungsverlauf gibt es stärkere oder auch schwächere Effekte. Am stärksten sind die Effekte zu verzeichnen, wenn die Ausreifungszeit der Kartoffel in eher trockenen Jahren stattfindet. Wichtig ist bei der Arbeit mit Naturprodukten, diese nicht als "Eintagsfliege" anzuwenden, sondern kontinuierlich. Dabei sollte auf der gleichen Fläche, unabhängig welche Fruchtart angebaut wird, weiterhin nach dieser Methode verfahren werden (empfohlen werden mindestens 3 Jahre), damit sich die Bodenbiologie wieder aufbaut.
Die Vorbehandlung sollte mit Agrostimulin® + Lignohumat™ bzw. Humisol erfolgen. Auch eine Vorbehandlung mit Chitoplant hat sich als sinnvoll erwiesen. Sinnvoll ist der Einsatz eines Netzmittels auf Stärkebasis, um die Haftung an den Saatkartoffeln zu verstärken. Die von uns angebotenen Netzmittel Radopin bzw. Crop Cover 1000 sind bei der Saatgutbehandlung im Spritzverfahren ebenso wirksam, wie in der Blattbehandlung. Bei allen Behandlungen empfiehlt sich zur besseren Blatthaftung ein Netzmittel beizufügen.
Auswirkungen der Behandlung sind durch Gabe von Agrostimulin® + Huminsäuren eine gleichmäßigere Knollenverteilung (weniger Unter- und Übergrö-ßen). Durch Einsatz von Lignohumat™ entstehen weniger "Schalenplatzer", wenn nach einer Trockenperiode eine Regenperiode folgt, wie so oft in den letzten Jahren. Durch Einsatz der Huminsäuren wird ein gedrungenerer Aufbau des Krautes sowie ein besserer Nährstoffaufschluß erreicht. Durch Zugabe von natural green wird der Kartoffelkäfer abgewehrt, es zeichnet sich ein geringerer Mehltaubefall ab und es werden deutlich höhere Ertragszuwächse verzeichnet.
Bei Auftreten von Krautfäule kommt diese durch die Behandlung mit Agrostimulin® + Huminsäuren später zum Tragen. Rhizoctonia solani kann in nicht so nassen Jahren deutlich reduziert werden durch Einsatz von Lignohumat™ + Agrostimulin®.
Empfehlungen im Garten- bzw. Privatbereich: Wenn nach der Blüte sehr nasses Wetter vorherrscht und die Gefahr von Krautfäule besteht empfiehlt sich eine weitere Spritzung mit Agrostimulin® in der in Punkt 3 angegebenen Dosis. Eine Düngung mit Condit® 5 mit 100 - 200 g/m² erhöht das Ernteniveau und den Gesundheitszustand zusätzlich.
Anwendung im gewerblichen Anbau:
Wenn weder Stalldung noch Gülle verfügbar sind bzw. nahe oder in Wassereinzugsgebieten gearbeitet wird, empfiehlt sich der Einsatz von Condit® 5 als vollwertigem organischen Langzeitdünger. Hier sollte bei Erstausbringung mit 1 t/ha gearbeitet werden. Je nach dem welche Kultur im Folgejahr angebaut wird, kann danach mit 0,5 - 1 t/ha und Jahr weitergearbeitet werden. Da Condit® 5 "lebt", kann mit einer höheren Stickstoffausbeute, als im Dünger angegeben, durch die Nachlieferung auf bakterieller Ebene gerechnet werden. Bei kontinuierlichem Einsatz von Lignohumat™, Humisol oder Biol®ife kann auch mit reduzierten Gaben gearbeitet werden. Der Effekt des Aufbaus einer organisch-mineralischen Nährstoffgrundlage kann durch zusätzliche Ausbringung von Mikroorganismen (z.B. Nitro-Fix)verstärkt werden. Je nach Ausbringung weiterer Dünger können auch andere Varianten von Condit® in Kombination oder solo zum Einsatz kommen.
Die Anwendungen beziehen sich auf einen rein biologisch ausgerichteten Anbau. Bei Einsatz der Produkte im herkömmlichen Anbau kann mit geringeren Mengen, wie oben angegeben der Einsatz chemischer Mittel reduziert werden bei besseren Qualitäten und langfristig höheren Erträgen. Für Fragen dazu stehen wir ihnen gern zur Verfügung.
Sprüh- bzw. Tauchempfehlung:
Humisol kontinuierlich 50 ml auf 5 l Wasser
alle 4 Wochen
oder
im Profibereich 100 ml auf 5 l alle 3 Monate.
Sprüh- bzw. Tauchempfehlung für Großbestände ab 20 Orchideen:
Agrostimulin® 1ml auf 10 l Wasser
+ Humisol 100 ml
alle 80-90 Tage
Agrostimulin® ist als kleinste Einheit mit 1 ml abgepackt und nach dem Öffnen innerhalb eines Tages zu verbrauchen.
Orchideen können besonders im Jungpflanzenstadium auch höhere Dosierungen dieser Mischungen vertragen. Die besten Erfahrungen wurden mit Dendrobium, Phaleonopsis, Cattlaya und Frauenschuh gemacht. Die Gabe von Humisol kann dabei auch auf 200 ml je 10 l Spritzbrühe gebracht werden. Alternativ zu Humisol bietet sich Biolife U an. Hier werden 500 ml je 10 l Spritzbrühe benötigt. Es enthält eine höhere Anzahl an biologisch-aktiven Bestandteilen als Humisol.
Die Erfahrung bei anderen Kulturen hat gezeigt, dass eine zwischen- zeitliche Gabe von Huminsäuren in geringen Mengen analog der obigen Spritzvariante in der Hälfte der Zeit bzw. eine kontinuierliche Gabe in auf die Hälfte reduzierten Gaben förderlich ist.
Neubewurzelung von Problempflanzen:
Aus der Praxis kam der Hinweis, dass das spezielle Präparat Agrostimulin® W hervorragend geeignet ist, um Problempflanzen, wie den Frauenschuh bei dem Wurzeln abgefault waren, wieder zu bewurzeln. Allerdings sollte die behandelte Pflanze dazu nicht gleich wieder in Substrat gesetzt werden. Benutzt wurde Agrostimulin® W 1 ml auf 1 l Wasser. Die von faulendem und totem Wurzelwerk befreiten Pflanzen wurden dann im Wurzelbereich tropfnass eingesprüht und verblieben ca. 4 Wochen in einem Kasten in feuchtwarmem Milieu (Gewächshaus oder Folietüte). Hier empfehlen wir zur besseren Aufnahme der Lösung 2 g Lignohumat™AM beizufügen.
Lignohumat™AM wird auch bei Orchideenvermehrung in Agarkulturen beigefügt und zeigte dort eine deutlich bessere Bewurzelung der Vermehrungskulturen.
Düngung:
Düngen sollten Sie Orchideen höchst sparsam. Die Behandlungen mit Humisol verhelfen dazu, dass meist genügend aus dem Substrat entzogen werden kann ohne es zu zersetzen.
Wer dennoch düngen möchte sollte stickstoffarme Dünger verwenden. Wir empfehlen z.B. Biplantol® verde.
Wie kann ich Saatgut besser zum Keimen bringen, Zwiebelgewächse schützen, Stecklinge bewurzeln?
SaatgutWichtig ist, dass Saatgut gut gelagert wird, trocken und frostfrei. Es sollte nur gesundes Saatgut wieder benutzt werden und natürlich muss es auch ausgereift sein. Das sollten Sie bei Gewinnung von Saatgut immer beherzigen.
Ein einfacher Tipp ist das Vorquellen oder Vorkeimen von Samen. Das ist gerade bei hartschaligen großen Samen hilfreich um Die Zeit der Keimung zu verkürzen.
Unterstützend bringt ein Einlegen in eine Lösung mit LignohumatTM eine weitere Verkürzung und Verbesserung der Menge der aufgehenden Samen und auch der Zeit des Saatauflaufs.
Für Problemsaatgut oder älteres Saatgut hilft ein Einlegen in einer Lösung mit Agrostimulin® bzw. Agrostimulin® + LignohumatTM. Bei Behandlungen mit Agrostimulin® kann selbst Petersilie nach einer Woche zum Keimen gebracht werden. Allerdings sollte das Saatgut im Schnitt 8 Stunden darin belassen werden, was nicht mit jedem Saatgut möglich ist.
Zwiebeln/Zwiebel- und Knollengewächse
Bekannte Hausmittel zur Vorbehandlung von Zwiebeln sind z.B. ein Tauchen in Holzkohlemehl. Dieses bietet jedoch nur bedingt Schutz und Unterstützung beim Anwachsen.
Ein vorheriges Tauchen in einer Lösung aus LignohumatTM oder das Einsprühen mit einer Lösung aus Humisol bzw. LignohumatTM (Holzaufschluß) bringen eine Ummantellung. Dieses wirkt unterstützend auf die Ausbildung einer gesunden Außenhaut und einer schnellen Wurzelausbildung.
Bei Knollengewächsen kann diese Behandlung ebenfalls durchgeführt werden. Eine Zugabe von Agrostimulin® in diese Lösung verkürzt den Zeitraum des Anwachsens und fördert die Gesundheit zusätzlich.
Stecklinge/Wurzelprobleme
Stecklinge sollten je nach Art immer aus entsprechend ausgereiftem Material geschnitten werden. Bei Gehölzen ist dies das einjährige Holz.
LignohumatTM unterstützt oder verstärkt die Wirkung vieler Bewurzelungsmittel. Allein eingesetzt führt es ebenso wie Humisol zu einer schnelleren Ausbildung von Feinwurzeln am Steckling. Stark verholzte Stecklinge sollten bis zu einem Tag darin verweilen.
Bei Problempflanzen, die auch mit Abfaulen von Wurzeln zu kämpfen haben, kann ein Beseitigen des faulen Wurzelwerks und nachheriges Einsprühen des verbliebenen Wurzelstocks mit Humisol + Agrostimulin® bzw. Agrostimulin® W zu einer Wiederherstellung der Wurzel führen (auch bei Orchideen, wie z. B. den Frauenschuh).
Zugaben von Homöopathie wie Biplantol® vital NT bzw. Biplantol® agrar zu diesen Kombinationen sichern eine noch komplexere Wirkung.
Pilze, Bakterien und Viren natürlich bekämpfen
Pilze kommen überall in der Natur vor. Normal gibt es ein natürliches Gleichgewicht. Wobei zu verzeichnen ist, das Schadpilze im überwiegenden Maß im sauren Milieu zu finden sind, d.h. bei sauren Böden, auf den Mensch oder das Tier bezogen im übersäuerten Organismen.Daher geht eine natürliche Pilzbekämpfung immer einher mit einer Entsäuerung. Bei höher entwickelten Lebewesen bedeutet das eine überwiegend basische Ernährung. Diese ist aber auch nur gewährleistet, bezogen auf pflanzliche Nahrung, auf entsprechend versorgte Böden. Eine Pflanze oder Frucht, die allgemein als basisch gilt, kann auf einem sauren Boden kultiviert ebenso mehr Säure entwickeln.
Daher ist eine Einstellung des Bodens bzw. des Substrates immens wichtig. Möglich ist dies mit einer konsequent organischen Versorgung des Bodens und der Zulieferung von Naturmineralien. Beides zusammen führt zu einer guten lockeren Struktur und einem pH-Wert, der für das Pflanzenwachstum förderlich ist. Bei den meisten Böden in Europa ist dies ein Wert zwischen 5,8 bis 6,5. Auf sandigen Böden reicht teilweise auch ein niedrigerer Wert aus. Ab ca. dem pH-Wert von 5,8 treten Antagonisten der Schadpilze in Aktion und darüber hinaus werden Nährstoffe bei niedrigeren oder höheren pH-Werten für die Pflanze unverfügbar festgelegt.
Die kräftigende Wirkung humosen Bodens z.B. ist bekannt. In ihm enthalten sind Huminsäuren, Aminosäuren, Enzyme, Pflanzenhormonbestandteile Feinmineralien und anderes mehr. Somit hilft die Applikation mit Produkten, die diese Bestandteile enthalten, neben einer besseren Nährstoffaufnahme auch bei der Bekämpfung von Pilzkrankheiten entscheidend.
Herkömmliche Methoden zur pH-Wert-Regulierung, wie Kalken, führen meist nur zu kurzzeitigem Erfolg. Kalk stellt zwar einen höheren pH-Wert ein, zur Umsetzung des Kalks wird jedoch Humus verbraucht, der in den meisten Böden nicht ausreichend zur Verfügung steht. Darüber hinaus führt Kalk zur Verdichtung von Böden, wenn zu oft Kalkungsmaßnahmen durchgeführt werden. Dabei ist zu unterscheiden zwischen sinnvoller Erhaltungskalkung aller 3-4 Jahre und jährlichen Kalkungen, z.B. um Moos zu beseitigen (Was im übrigen keinen dauerhaftern Erfolg bringt!). Die meisten handelsüblichen Dünger sind auf mineralischer Basis und wirken somit meist gleichermaßen Humuszehrend.
Wie dem entgegen zu wirken ist, können Sie nachlesen unter Infos (Thematik mdr-Sendung "einfach genial").
Pilze können Sie neben der konsequenten Bodenverbesserung ebenso mit Gaben von Humin- und Fulvosäuren, wie Lignohumat™ (Sprühbehandlungen) entgegen wirken. Darüber hinaus sollten zusätzlich neben bewährten Hausmitteln zur Pilz-, Bakterien- und Virenbekämpfung auch Extrakte wie Lebermoser (auch für Tier und Mensch einsetzbar), Homöopathie wie Biplantol® mykos II oder mykos V forte, Natriumkarbonat (Mehltauschreck) o. ä. im Wechsel oder in Kombination zur Gesundung und Prävention eingesetzt werden. Auch Niem (Neem) ist ein gutes Mittel in dieser Richtung. Neben der bekannten Wirkung gegen Schädlinge wirken seine Bestandteile auch antibakteriell und gegen Viren. Nach Prof. Bergmann hilft z.B. auch Zink gegen Rostkrankheiten. In der Produktfamilie Biol®ife gibt es daher ein Produkt mit Zinkanteil zum präventiven Spritzen.
Immer sollte darauf geachtet werden nicht nur einseitig Pflanzen zu versorgen, sondern die Vielzahl der Komponenten im Boden mindestens mit der Ausbringung von zwei bis drei Produkten oder auch Hausmitteln (z.B. Kräuterextrakten) nachzuempfinden. Dabei kann in diesem Fall auch weniger an Konzentration vom Einzelprodukt ausgebracht werden, als normal üblich, was nebenbei noch zur Kostenersparnis führt. Wichtig ist bereits im Frühjahr mit diesen Maßnahmen zu beginnen - bei den meisten Pflanzen im sogenannten Mausohrstadium und nicht erst bei Befall.
Was wenigen bekannt sein dürfte ist, dass viele Nährstoffprobleme den Symptomen von Pilzkrankheiten ähnlich sind. Hervorgerufen werden diese Symptome oftmals durch zu wenig Sauerstoff im Boden, wie z.B. im Frühjahr bei Staunässe.
Im Vergleich zu herkömmlichen Spritzmitteln sind diese Mittel auf natürlicher bzw. biologischer Basis nicht kostenintensiver. Sie haben aber einen entscheidenden Vorteil - Karenzzeiten gibt es nicht. Sie können Ihre Früchte ohne Bedenken ernten und gleich verzehren.
All diese Mittel haben aber auch einen weiteren charmanten Vorteil: sie düngen, vitalisieren und/oder wirken noch gegen Schadinsekten oder Schnecken, wie z.B. Niem, oder ENVIR®epel (Knoblauchkonzentrat).
Versuchen Sie es einfach.
Bekämpfung von Schnecken und Schadinsekten
Nacktschnecken sind die größte Landplage seit dem die spanische Wegschnecke eingeschleppt wurde. Leider hat sie einen so hohen Vermehrungsgrad, dass kaum Fressfeinde Ihren Bestand beschränken. Es scheint hier nur die Laufente eine Ausnahme zu machen.Schnecken können nur systematisch bekämpft werden. Wichtig ist hier auch wieder die Bodenstruktur. Auf einem lockeren durchlässigen Boden, der an der Oberfläche gut abtrocknet, fühlen sie sich nicht wohl.
Hier kann mit einer Bodenlockerung viel erreicht werden (siehe Infoseite mdr "einfach genial"). Wichtig für eine gute Struktur ist das Arbeiten mit Feinmineralien ebenso, wie mit organischem Material. Unsere Böden haben an der Oberfläche die Struktur verloren. An Stelle von Verrottungsprozessen laufen überwiegend Gärprozesse ab. Diese werden von den Schnecken geliebt.
Da die Umstellung des Bodens natürlich Zeit braucht, hier ein paar Mittel, um die Schneckenplage einzugrenzen. CACOA als Mulchmaterial eingesetzt, wehrt bei trockenen bzw. wechselhaften Witterungslagen die Schnecken auf Grund der für sie kratzigen Oberfläche ab. Darüber wird eine Duftbarriere für die umgebenen Pflanzen geschaffen. Bei ständiger Erneuerung des Mulches baut sich nach und nach eine luftige Oberfläche auf, die dazu führt, dass dort weniger Eier abgelegt werden.
Ein weiterer Naturrohstoff ist Niem (Neem). In Form von Presskuchen ausgestreut, vertreibt er ebenfalls Schnecken, selbst bei nassem Wetter. Außerdem hilft es gleichzeitig gegen Bodeninsekten und vitalisiert die Pflanzen.
Ein weiteres gutes Mittel ist ENVIRepel. Einmal mit dem Mittel eingesprühte Pflanzen sind in Form des Knoblauchduftes vor den Peinigern getarnt. Allerdings sollte das wiederholt getan werden und bei nassem Wetter erst recht. Keine Angst, der Knoblauchduft bleibt für uns nur kurzzeitig riechbar und die Früchte schmecken auch nicht danach . Schnecken und Insekten meiden solcherart behandelte Pflanzen und selbst Vögel lassen sich täuschen (z.B. bei Fruchtabreife von Kirschen gespritzt).
Niem (Neem) lässt sich gegen Insekten auch hervorragend in Form von Niemöl gespritzt ausbringen. Beachtenswert ist auch, dass es bei Mensch und Tier ebenso erfolgreich gegen Plagegeister, wie Mücken und Zecken, einsetzbar ist.
Etwas sanfter geht es mit der Homöopathie. Biplantol contra X2 oder im Profibereich Contra X2 forte vertreibt selbst hartnäckigste Schädlinge, wie z. B. die Wolllaus. Selbst in den Blüten sitzende Schädlinge können ohne Blütenverlust bekämpft werden (selbst bei Orchideen). Darüber hinaus stärkt das Mittel gleichzeitig die Pflanzen.
Auch ein hauchfeiner Sprühnebel mit naturalGreen (Calziumcarbonat ) vertreibt Schädlinge, neben der düngenden und kräftigenden Wirkung auf Pflanzen. Selbst Mehltau tritt bei solcherart Behandlung weniger auf.
Die meisten Mittel wirken nicht nur einseitig, sondern bringen meist noch mehr positive Wechselwirkungen mit. Das ist der große Unterschied zum chemischen Pflanzenschutz, der neben der bekämpfenden Wirkung leider auch Nebenwirkungen in Form von Rückständen und Stressfaktoren für die Pflanze und Ihre Umgebung mit sich bringt. Neben den aufgeführten Mitteln helfen meist auch Hausmittel. Wie jedoch schon an anderer Stelle erwähnt, sollte nie ein Mittel allein Anwendung finden, um auch hier komplex die Natur zu unterstützen.
Bodenverbesserung mit CACOA (Kakaoschalen), Zelikat® P und LignohumatTM
(Thema mdr Fernsehspot in „einfach genial" am 24.06.2008)
Die meisten Böden haben mit einer zunehmenden Versauerung zu kämpfen. Daraus ergibt sich in Folge eine Nährstofffestlegung und Verdichtung der Böden.Unser Ansatz ist, mit dem mineralischen Material Zelikat® P den Boden wieder luftdurchlässiger und eine Anhebung des pH-Wertes (ohne Nährstoffentzug) zu bekommen.
Dabei brauchen wir die Mithilfe des Anwenders, wenn wir nicht selbst prüfen können.
Als erstes sollte eine Messung des pH-Wertes (Messbreite von pH-Wert 2-7) erfolgen. Das geht u. a. einfach mit pH-Messtreifen aus der Apotheke. Diese sollten, um keine Verklebungen am Streifen zu bekommen, in eine Lage eines Papiertaschentuches gewickelt und auf den feuchten Boden gedrückt werden(1,5 bis 2 Minuten). Das sollte einmal in ca. 2 cm Tiefe und einmal in Spatentiefe erfolgen. Damit ist ersichtlich ob der Wert in den verschiedenen Bodenschichten relativ einheitlich ist oder stark abweicht.
Die zweite Aussage brauchen wir zur Bodenverdichtung. Dazu wird mit einem Spaten ein Quadrat ausgehoben und langsam herausgekippt.
Normalerweise muss der Boden eine krümelige Struktur aufweisen, d.h. er muss in der Hand ohne Mühe zerbröselt werden können. Umso weiter an die Oberfläche diese Struktur reicht desto besser ist es.
Meist ist jedoch der Boden ziemlich kompakt und fest. Wichtiges Indiz ist, ob es in dem ausgehobenen Stück Regenwürmer gibt oder nicht. Bei sehr kalkhaltigen Böden sollte, da der Regenwurm da kaum vorhanden ist nach abgestorbenen Wurzeln bzw. daraus entstandenen Hohlräumen im Boden geschaut werden. Auch hier gilt: weniger Regenwürmer und Wurzelkanäle abgestorbener Wurzeln = fehlende Vitalität des Bodens.
Faustformel ist bei pH-Wert 5,5 und einer leichten Verdichtung werden 200 g/m2 Zelikat® P benötigt, die in die oberste Schicht des Bodens eingearbeitet werden sollten. Bei sehr hartem Boden mit hohem Ton- oder Lehmgehalt werden bis zu ca. 500 g/m2 notwendig. Das erfolgt aber entweder in Schritten oder einmalig alle 3 - 5 Jahre. Da oftmals damit Blockaden gelöst und Nährstoffe frei werden, empfiehlt sich das Abgießen der bearbeiteten Fläche mit LignohumatTM G oder einer Lösung aus LignohumatTM AM (größere Flächen ab 500 m2).
Im Nachhinein sollte dann im Jahr die Prozedur im Sprühverfahren 3 - 4 mal wiederholt werden. Erst nach Einarbeitung von Zelikat® P sollte CACOA ausgebracht werden. Einzige Ausnahme sind sandige Böden, die auch bei Verfestigung mehr an Kakaoschalen vertragen.
Dabei sollte CACOA zuerst, um einen Bodenverbund herzustellen, ausgestreut und leicht eingeharkt werden (40 l Sack 0 - 18 mm für 5 - 6 m2) danach kann abgestreut/gemulcht werden in 0,5 – 1 cm Stärke (40 l Sack für 3 - 4 m2), eine Untermischung von groben Material 17 - 25 mm verbessert den Effekt (auf zwei Sack 0 - 18 mm ein Sack 17 - 25 mm).
Die Kakaoschale schreckt frisch gestreut ca. 1 - 2 Monate Schnecken ab (ausgenommen „Leckerbissen“ wie z.B. Salat oder Dahlien – hier hilft der zusätzliche Einsatz von Niem-Peresskuchen). Allerdings gilt das nicht wenn es längere Zeit durchgängig feucht ist oder bei Dauerregen. Allerdings legen die Schnecken auf derart gemulchten Flächen weniger ihre Eier ab. Im Frühjahr hilft ein Nachstreuen damit schlüpfende Jungschnecken darauf verenden. Eine einmal gemulchte Fläche braucht zur Erhaltung natürlich bedeutend weniger Material.
Der Effekt der Schneckenabwehr kann mit Niempresskuchen der um die „schmackhaftesten“ Pflanzen gestreut wird erhöht werden. Das hält auch bei Regen etwas länger und hält zudem Schadinsekten, Nematoden u.ä. fern.
Tipps für den Kartoffelanbau
Die Kartoffel ist zwar im Anbau in Deutschland zurückgegangen, aber immer noch eine interessante Kultur, bei der auch ohne Einsatz chemischer Mittel viel erreicht werden kann.Dabei spielt zuerst die Saatgutbeize (Vorbehandlung des Ausgangsmaterials) eine wesentliche Rolle. Da meist Ausgangsmaterial zur Verfügung steht, das nicht 100% gesund ist, sollte von einem Tauchen abgesehen werden. Beim Tauchen oder Ein-weichen können trotz beigefügter Behandlungsmittel Keime oder Sporen sehr schnell übertragen werden. Hier ist eine Spritzbehandlung sinnvoll.
Je nach Witterungsverlauf gibt es stärkere oder auch schwächere Effekte. Am stärksten sind die Effekte zu verzeichnen, wenn die Ausreifungszeit der Kartoffel in eher trockenen Jahren stattfindet. Wichtig ist bei der Arbeit mit Naturprodukten, diese nicht als "Eintagsfliege" anzuwenden, sondern kontinuierlich. Dabei sollte auf der gleichen Fläche, unabhängig welche Fruchtart angebaut wird, weiterhin nach dieser Methode verfahren werden (empfohlen werden mindestens 3 Jahre), damit sich die Bodenbiologie wieder aufbaut.
Die Vorbehandlung sollte mit Agrostimulin® + Lignohumat™ bzw. Humisol erfolgen. Auch eine Vorbehandlung mit Chitoplant hat sich als sinnvoll erwiesen. Sinnvoll ist der Einsatz eines Netzmittels auf Stärkebasis, um die Haftung an den Saatkartoffeln zu verstärken. Die von uns angebotenen Netzmittel Radopin bzw. Crop Cover 1000 sind bei der Saatgutbehandlung im Spritzverfahren ebenso wirksam, wie in der Blattbehandlung. Bei allen Behandlungen empfiehlt sich zur besseren Blatthaftung ein Netzmittel beizufügen.
Auswirkungen der Behandlung sind durch Gabe von Agrostimulin® + Huminsäuren eine gleichmäßigere Knollenverteilung (weniger Unter- und Übergrö-ßen). Durch Einsatz von Lignohumat™ entstehen weniger "Schalenplatzer", wenn nach einer Trockenperiode eine Regenperiode folgt, wie so oft in den letzten Jahren. Durch Einsatz der Huminsäuren wird ein gedrungenerer Aufbau des Krautes sowie ein besserer Nährstoffaufschluß erreicht. Durch Zugabe von natural green wird der Kartoffelkäfer abgewehrt, es zeichnet sich ein geringerer Mehltaubefall ab und es werden deutlich höhere Ertragszuwächse verzeichnet.
Bei Auftreten von Krautfäule kommt diese durch die Behandlung mit Agrostimulin® + Huminsäuren später zum Tragen. Rhizoctonia solani kann in nicht so nassen Jahren deutlich reduziert werden durch Einsatz von Lignohumat™ + Agrostimulin®.
Empfehlungen im Garten- bzw. Privatbereich: Wenn nach der Blüte sehr nasses Wetter vorherrscht und die Gefahr von Krautfäule besteht empfiehlt sich eine weitere Spritzung mit Agrostimulin® in der in Punkt 3 angegebenen Dosis. Eine Düngung mit Condit® 5 mit 100 - 200 g/m² erhöht das Ernteniveau und den Gesundheitszustand zusätzlich.
Anwendung im gewerblichen Anbau:
Wenn weder Stalldung noch Gülle verfügbar sind bzw. nahe oder in Wassereinzugsgebieten gearbeitet wird, empfiehlt sich der Einsatz von Condit® 5 als vollwertigem organischen Langzeitdünger. Hier sollte bei Erstausbringung mit 1 t/ha gearbeitet werden. Je nach dem welche Kultur im Folgejahr angebaut wird, kann danach mit 0,5 - 1 t/ha und Jahr weitergearbeitet werden. Da Condit® 5 "lebt", kann mit einer höheren Stickstoffausbeute, als im Dünger angegeben, durch die Nachlieferung auf bakterieller Ebene gerechnet werden. Bei kontinuierlichem Einsatz von Lignohumat™, Humisol oder Biol®ife kann auch mit reduzierten Gaben gearbeitet werden. Der Effekt des Aufbaus einer organisch-mineralischen Nährstoffgrundlage kann durch zusätzliche Ausbringung von Mikroorganismen (z.B. Nitro-Fix)verstärkt werden. Je nach Ausbringung weiterer Dünger können auch andere Varianten von Condit® in Kombination oder solo zum Einsatz kommen.
Die Anwendungen beziehen sich auf einen rein biologisch ausgerichteten Anbau. Bei Einsatz der Produkte im herkömmlichen Anbau kann mit geringeren Mengen, wie oben angegeben der Einsatz chemischer Mittel reduziert werden bei besseren Qualitäten und langfristig höheren Erträgen. Für Fragen dazu stehen wir ihnen gern zur Verfügung.
Tipps zur Arbeit mit Huminsäuren und Pflanzenhormonen bei Orchideen
Orchideen leben zumeist epiphytisch oder in kargen Böden. Humusbestandteile aus zersetzter organischer Substanz sind daher gut für ihre Versorgung.
Sprüh- bzw. Tauchempfehlung: Humisol kontinuierlich 50 ml auf 5 l Wasser
alle 4 Wochen
oder
im Profibereich 100 ml auf 5 l alle 3 Monate.
Sprüh- bzw. Tauchempfehlung für Großbestände ab 20 Orchideen:
Agrostimulin® 1ml auf 10 l Wasser
+ Humisol 100 ml
alle 80-90 Tage
Agrostimulin® ist als kleinste Einheit mit 1 ml abgepackt und nach dem Öffnen innerhalb eines Tages zu verbrauchen.
Orchideen können besonders im Jungpflanzenstadium auch höhere Dosierungen dieser Mischungen vertragen. Die besten Erfahrungen wurden mit Dendrobium, Phaleonopsis, Cattlaya und Frauenschuh gemacht. Die Gabe von Humisol kann dabei auch auf 200 ml je 10 l Spritzbrühe gebracht werden. Alternativ zu Humisol bietet sich Biolife U an. Hier werden 500 ml je 10 l Spritzbrühe benötigt. Es enthält eine höhere Anzahl an biologisch-aktiven Bestandteilen als Humisol.
Die Erfahrung bei anderen Kulturen hat gezeigt, dass eine zwischen- zeitliche Gabe von Huminsäuren in geringen Mengen analog der obigen Spritzvariante in der Hälfte der Zeit bzw. eine kontinuierliche Gabe in auf die Hälfte reduzierten Gaben förderlich ist.
Neubewurzelung von Problempflanzen:
Aus der Praxis kam der Hinweis, dass das spezielle Präparat Agrostimulin® W hervorragend geeignet ist, um Problempflanzen, wie den Frauenschuh bei dem Wurzeln abgefault waren, wieder zu bewurzeln. Allerdings sollte die behandelte Pflanze dazu nicht gleich wieder in Substrat gesetzt werden. Benutzt wurde Agrostimulin® W 1 ml auf 1 l Wasser. Die von faulendem und totem Wurzelwerk befreiten Pflanzen wurden dann im Wurzelbereich tropfnass eingesprüht und verblieben ca. 4 Wochen in einem Kasten in feuchtwarmem Milieu (Gewächshaus oder Folietüte). Hier empfehlen wir zur besseren Aufnahme der Lösung 2 g Lignohumat™AM beizufügen.
Lignohumat™AM wird auch bei Orchideenvermehrung in Agarkulturen beigefügt und zeigte dort eine deutlich bessere Bewurzelung der Vermehrungskulturen.
Düngung:
Düngen sollten Sie Orchideen höchst sparsam. Die Behandlungen mit Humisol verhelfen dazu, dass meist genügend aus dem Substrat entzogen werden kann ohne es zu zersetzen.
Wer dennoch düngen möchte sollte stickstoffarme Dünger verwenden. Wir empfehlen z.B. Biplantol® verde.
